Rajneesh Kapoor

Indien: die Stand-up-Comedy boomt

In jeder größeren Stadt in Indien gibt es regelmäßig Stand-up-Comedy. Vor allem zieht es die Mittel- und Oberschicht in die Live-Shows. Seit es Ärger um einzelne Comedians gab, ist die Stand-up-Comedy raus aus der Nische und auf dem gesellschaftlichen Radar. Rajneesh Kapoor und Neeti Palta sind beide erfolgreiche Stand-upper. Bei Witzen über Götter halten sie sich zurück.

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Der Tempel der Mutter, das Matrimandir, in Auroville (Foto: Sonja Ernst).

Auroville: Gesellschaftslabor in Indien

2.500 Einwohner aus 49 Nationen leben in Auroville, ganz im Süden Indiens. Der Ort will eine universelle Stadt sein – Nation, Geschlecht, Religion, Geld sollen keine Rolle spielen. Mittendrin steht das Matrimandir, der goldene Tempel. Für viele der wichtigste Flecken in Auroville, andere gehen auf den Sportplatz.

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Sanchoy Sachdev und seine Kollegen vom Love Commando.

Love Commando: Kämpfen für die Liebe

Sie gehören zum „Love Commando“. Diese indische Organisation arbeitet ehrenamtlich und im Verborgenen. Sie hilft Paaren auf der Flucht vor den eigenen Familien. Denn manche Familien dulden es nicht, wenn sich zwei verlieben, obwohl sie nicht derselben Kaste angehören oder nicht dieselbe Religion teilen. Sie drohen ihren Kinder, sie schlagen oder ermorden sie gar. Das „Love Commando“ beschützt solche Paare.

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Sahitya Akademie, die Die nationale Literaturakademie Indiens

Indien: Der Protest der Schriftsteller

In Indien geben immer mehr Autoren ihre Preise an die nationale Literaturakademie Sahitya Akademi zurück. Aus Protest. Sie fordern, dass sich die Akademie für Toleranz und Meinungsfreiheit engagiert; dass sie sich gegen Gewalt ausspricht. Die Akademie hat sich endlich geäußert. Aber der Protest richtet sich nicht allein gegen die Akademie, sondern auch gegen ein Klima der Angst und Intoleranz, das viele beklagen. Für manche in der Regierung ist der Protest eine fabrizierte Revolte. Und: Wer nicht mehr schreiben will, kann ruhig aufhören.

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Blick in einen Kuhstall.

Lynchmord in Indien: Es war Schaf, kein Rind

Im Kühlschrank der Familie Akhlaq lag Schaffleisch, kein Rindfleisch. So viel steht fest. Aber darum geht es gar nicht. Deshalb sind auch Rindfleischparties, die aus Solidarität gefeiert werden, wenig sinnvoll. Immerhin, endlich spricht Premier Narendra Modi zu dem Lynchmord an Mohammed Akhlaq.

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Das Katzenbuch von Tara Books.

Tara Books: 26 Katzen kommen nach Deutschland

Mitten in Chennai gibt es ein wunderschönes Haus, mit viel Grün draußen und viel Kunst drinnen. Es gehört Tara Books. Dieser kleine, unabhängige Verlag bringt sein „Katzenbuch“ jetzt auf Deutsch raus. Gerade frisch gedruckt, gehen die Bücher diese Woche auf die Reise nach Deutschland.

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Relief in Mamallapuram.

Mamallapuram – perfekt unfertig

Südlich von Chennai im Bundesstaat Tamil Nadu liegt Mamallapuram. Der Tempelbezirk gehörte zum Königreich von Mamalla, dem „großen Ringer“. Der Pavalla-König ließ im 7. Jahrhundert die Anlage erbauen. Diese wuchs auch nach ihm weiter – bis ins 9. Jahrhundert hinein. Mamallapuram ist wunderschön und hat eine Besonderheit: Vieles ist nur fast fertig.

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Cover des Buches "Delhi. Im Rausch des Geldes."

Delhi: Im Rausch des Geldes

„Delhis Fantasien sind feudal“, schreibt Rana Dasgupta. Der indisch-englische Schriftsteller ging 2000 nach Delhi – der Liebe wegen. Indien ist die Heimat seines Vaters. Für sein Buch „Im Rausch des Geldes“ hat Dasgupta Interviews mit Delhis Reichen geführt. Er skizziert eine Welt, die (noch) wenig bekannt ist.

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